Kurzkritiken

Anomalisa: Der unmenschlichste Film des Jahres

Ich liebe es, den Namen dieses Films auszusprechen: Anomalisa. Hach. Anomalisa. Irgendwie aber auch das einzig Schöne am Film, der – mir leider völlig schleiferhaft, warum – höher gelobt wurde als Jesus. Ich dachte immer: Charlie Kaufman kann schreiben oder drehen, was er will, mit Adaption und Being John Malkovich crashte er mein Herz; aber Anomalisa zeigt lediglich einen fast-alten Mann, der sich durch die Gegend fickt und unsicheren Frauen die große Liebe verspricht.

Na klar: Dahinter steckt so viel mehr, Entfremdung, Kommunikation, Pommes-Rot-Weiß. Wenn der Film dann auch noch „der menschlichste Film des Jahres“ genannt wird, finde ich Kaufmans Vorliebe für scheiternde, alte Männer derzeit nur noch fade und billig. Ein Animationsfilm für Erwachsene, die in der Midlifecrisis stecken – und sich dabei total geil fühlen.

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