Kurzkritiken

Into The Forest: Ohne Strom nix los

Am Ende der Welt trägt meist die Menschheit Schuld, vielleicht, weil sie Viren macgyvern, Atombomben zünden, Affen züchten, so das übliche Szenario, das mittlerweile in jeder Form und Farbe auf Film gepresst wurde. In Into the Forest fällt einfach nur der Strom aus, vermutlich weltweit, aber wie soll man das erfahren, wenn das Leben in jeder Hinsicht Strom voraussetzt und der iPhone-Akku verreckt. Die armen Logan-Paul-Videos, fuck!

Im Wald überleben Ellen Page und – aufgepasst! – Evan Rachel Wood. Ein Wortspiel, so wohltuend wie der Film, also eher gar nicht. Into The Forest zelebriert die wachsende Apokalypse als sich ruhig etablierenden Alltag. Plötzliches Gefälle in sozialen Umgangstönen kommen plötzlich und derb, verändern das Bild zweier Frauen, die das Leben mit sich, aber nicht für sich meistern. Anspannung und Spannung gehen ineinander über, Stimmungsbilder schwanken zwischen Hysterie und Doofheit. Regisseurin Patricia Rozema findet dafür nicht immer den passenden Ton, ergibt sich Genrekonventionen immerhin von den Genres, die man in der Postapokalypse nicht erwartet.

Ein im wahrsten Sinne lahmer Film, der auf die Geschichte vertraut, nicht aber auf die Inszenierung. Ein Fehler.

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