Kurzkritiken

Rogue One: Sternenstaub statt Sternenkrieg

Noch nie war Star Wars so egal. Ein Esel mit Knochenbruch und Beinprothese stolpert eleganter als dieser schludrig zusammengeklebte Film. Wo bei Episode 7 wenigstens noch ein Zusammenklauen alter Geschichten den Drang nach Nerdbefriedigung offenbart, blamiert sich irgendein ehemaliger Indie-Regisseur; bemüht, dreckig zu sein, mehr so Kriegsfilm als Saga, halt so sterben und leiden und verzweifeln als hoffen und siegen und lieben.

Keiner der Charaktere ist irgendwie von Relevanz, alle werden in den Weiten des Alls gefunden, überführt, überzeugt und dann in den Tod geschickt. Was man sieht, kennt man; was man sieht, kennt man aber eben auch sehr viel besser. Rasanz und Dramaturgie ist ein Synonym für viel Boom, jedenfalls, wenn es nach Disneys Logik geht.

Nach diesem egalen Machwerk kann eigentlich nur eines positiv daraus entstehen: Episode 1 bis 3 sind nicht mehr die schlechtesten Star-Wars-Beiträge – was sie ja ohnehin noch nie waren. Vielleicht kommt das jetzt endlich an.

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