Kurzkritiken

Triangle: Sex fürs Gehirn

Ein zum Kult gehobener Mindfuckfilm. Schon da schrillt der Alarm, denn natürlich sind die allermeisten Kultfilme nur deshalb so vermeintlich kultig, weil die Zuschauer vergleichbares noch nicht gesehen haben und somit ein blutjunges Lobpodest erbauen. Triangle erzählt das Schicksal einiger Freunde, die auf hoher See kentern und auf einem Schiff so etwas wie Rettung finden – oder eher: den Tod. Woanders kann man überall Verweise lesen, die einen enormen Twist ziemlich zu Beginn verraten. Bescheuert, schließlich bleibt von Triangle nichts mehr übrig, wenn man einmal durchschaut hat, wo die Frau im weißen Unterhemd hinstolpert.

Ein vermeintlich cleverer Horrorfilm, der seinen Horror in immer gleich sterilen Bildern als undurchdringbares Schicksal erzählt, letztlich aber erstaunlich wenig mit einer im Ansatz interessanten Idee anzufangen weiß. Triangle ist für jene Zuschauer gedacht, die ihr „Filmwissen“ ungefragt an andere weitergeben und so beweisen, dass die dann doch nicht so viel – filmwissen.

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