Film Kurzkritiken

Der Nachtmahr: Die Jugend ist ein Monster

Er, der Nachtmahr, sieht aus wie ein Fötus aus dem Maul von Gollum. Ich finde ihn süß. Und wie er einem Mädchen zur Frau verhilft, ringt mir tatsächlich ein sanftes Lächeln ab. Inmitten dieser jugendlichen Ich-Findung wummert der Soundtrack von Der Nachtmahr, und das schönste an diesem Film ist wohl die Tatsache, dass in vermutlich jedem Text dazu das Verb wummern steht.

Und so definiert sich der Film mehr als Erlebniskino. Wo der Traum beginnt und der Horror endet, weiß auch Protagonistin Tina irgendwann nicht mehr und tanzt sich die Seele und ein Monster aus dem Leib. Irgendwann kommen die beiden zusammen, das Monster und ihre Seele, und sie erfinden sich neu.

Wenn ein Film jedoch mit der Aufforderung beginnt, ihn bitte ganz besonders laut zu sehen, weiß man eigentlich schon vor dem ersten Bild von etwaiger Prätention, die Regisseur AKIZ eigentlich zu vermeiden versuchte; das komplett wirre Spiel der Darsteller fügt sich nie in den (Alp)Traum von Tina.

Doch wenn der Nachtmahr zu quieken beginnt, jauchzt mein Herz. Das fühlt sich mitunter komisch an. Aber so ist das eben, das Erwachsenwerden.

Der Nachtmahr, Deutschland 2015 // Regie und Drehbuch: AKIZ // Darsteller: Carolyn Genzkow, Sina Tkotsch, Lynn Femme, Lucia Luciano, Arnel Taci // Musik: Steffen Kahles, Christoph Blaser // Kamera: Clemens Baumeister, Alex Bloom // Laufzeit: 92 Minuten // FSK 12

Trailer

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